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Chaostreff
Treffthema sedex
hernani hält einen Vortrag (in Interaktion mit dem Publikum) über die sedex-Austauschplattform des Bundes, speziell zur Volkszählung 2010.
Es wird festgestellt, dass da noch Recherche-Arbeiten nötig sind. Diese werden in den nächsten Wochen und Monaten in Angriff genommen. Es gibt allerdings andere Projekte, die prioritär zu behandeln sind.
Folien zum Beitrag sind vorhanden (PDF).
Nachfolgend einige Notizen zur Vortragsvorbereitungen bis anhin; die Quellen sind nicht vollständig:
$Id: CCC_090223--vz.2010.txt,v 1.1 2009/02/25 23:45:52 hernani Exp $
VZ2010:
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* Allgemein
- Registerharmonisierung soll zunächst realisiert werden, da Gemeinden und
Kantone Daten untereinander aktuell nicht austauschen können.
- sedex wird dabei als servergestützte Austauschplattform geschaffen.
- Diese läuft beim BFS, dem Bundesamt für Statistik.
- Für die VZ2010: Daten werden nimmer formularbasiert und manuell erhoben,
sondern elektronisch von den Gemeinden oder ggfs. Kantonen zusammengeführt.
- Datenstandards werden vom eCH festgelegt, einem Public-Private-Partnership
bestehend aus Staatsorganisationen, Unternehmen, privaten Organisationen
und Einzelmitglieder.
- Der Verein kümmert sich um eGovernment allgemein.
* Alle Personen haben eine Personenkennziffer, die (neue) AHV-Nummer und
müssen einer Wohnung zugewiesen sein.
- Die AHV-Nummer ist nicht veränderbar.
* sedex-System dient dem Datenaustausch und nur dem Datenaustausch.
- Datenvalidierung findet erst beim BFS statt.
- Daten sind im XML-Format gehalten, nach Datenstandards vom Verein eCH.
- Einwohnerregisterdaten in Access- oder Excel-Datenbeständen sind nicht
vorgesehen.
- S/W muss sedex-zertifiziert sein, bevor sie auf sedex zugelassen ist.
- Firmen, die S/W anpassen und zertifizieren:
- NEST, HiSoft, Gemowin NG, GeSoft EWK, WWSoft EK4
- Erste Datenlieferung von der Gemeinde Wallisellen am 15. Januar 2008
getätigt.
- Schwierigkeiten sind bei Zuweisung von Personen zu den einzelnen
Wohnungen aufgetreten.
- Teilweise mussten Daten vom Stromzähler verwendet werden.
- Typischerweise kann das Gemeinderegister via Inet mit dem sedex-Server
verbunden werden; dieser übermittelt die Daten dann weiter zum BFS.
- Einige Gemeinden, etwa in SO, können zusammen über ein RZ an sedex
angeschlossen werden.
- Jede Amtsstelle verfügt über eine eigene digitale Identität.
- BFS liefert Zertifikat
- Die meisten Kantonen verwenden sedex CH, das schweizweite sedex, direkt
als Plattform für den internen Datenaustausch.
- Andere Kantone, so z. B. ZH, verwenden ein eigenes sedex-System, das dann
am sedex CH angeschlossen wird (s. für ZH SiDAP).
- S/W, die das sedex-System ausmachen soll: Governikus, das vom BSI geprüft
wurde und bereits in Deutschland eingesetzt wird.
- v1.0 datiert vom 03.04.2007
Sicherheit des sedex-Systems:
- Daten werden mit privatem Key des Sender-TN signiert und mit
Public Key des Empfänger-TN verschlüsselt an den sedex-Server gesendet.
- sedex legt die Daten wie erhalten jeweils ab.
- In periodischen Abständen prüfen Empfänger-TN Datenbestände für den
Download für sich ab.
- Authentizierungsprüfungen und Datenvalidierungen erfolgen jeweils beim
empfangenden TN; sedex macht da nichts.
- Verwendete Zertifikate: X509.3
- Als Übertragungsprotokolle werden http oder https verwendet.
- Vor jedem sedex-Adapter kommt eine Firewall, die nur Zugriff auf Port 80 bzw.
443 gen aussen erlauben muss.
- Gen innen kann die Firewall alles blocken.
- ISB erachtet sedex als architektonisch sicher.
- Implementatorisch müsse im Einzelfall geprüft werden, ob Sicherheitsrisiken
bestehen.
- Insbesondere könnten die sedex-Adapter Blackboxen darstellen, die z. B.
durch ständige Überwachung gesichert zu sein hätten.
sedex, technische Details:
- Erwartete Nachrichten bis 1MB: 1.3 Millionen
- Erwartete Nachrichten zw. 1 und 100 MB: 67'130 von mittelgrossen Städte
- Erwartete Nachrichten bis 100 MB: 20 und das 4x je Jahr grosser Städte
- sedex soll rund 1'000 Zugriffen parallel standhalten
- Mindestspeicherplatz für sedex: 1 TB
- Backups an zwei (geografisch unterschiedlichen) Orten:
- Tägliche Backups (differential) werden 7 Tage lang aufbewahrt
- Wöchentliche Backups (full) werden 21 Tage lang aufbewahrt
- Monatliche Backups (full) werden 90 Tage lang aufbewahrt
- Nachrichtenprotokolle, d. h. Metadaten über übermittelte Informationen zwecks
Nachvollziehbarkeit werden 1 Jahr lang aufbewahrt, danach automatisch
gelöscht.
- sedex-Helpdesk hat Zugriff auf die Logs.
Neue personenenbezogene Daten beim Bund:
- EIGD: Eidgenössische Gebäude-ID
- EWID: Eidgenössische Wohnungs-ID
- Neuer Personenidentifikator durch AHV-Nummer (SVN=Sozialversicherungsnummer);
unveränderlich
* Bedingungen für Anschluss an sedex:
- PC/Server-Infrastruktur mit Inet-Zugang
- EWR SW, die sedex-zertifiziert ist.
- sedex Adapter zur Verbindung zum sedex Server
- Eintrag als Teilnehmer auf dem sedex Server
* Termine für das sedex-Projekt:
- Anschluss erster 30 Teilnehmer vom 15.01.-31.03.2008 erfolgt, Gemeinden
wie Pratteln oder Wallisellen sind da Teilnehmer.
- Im Verlaufe von 2009 Anschluss der restlichen Teilnehmer
* GWR (Gebäude- und Wohnungsregister)
- Rund 180 Gemeinden führen solch eines über NEST beim Bund.
- Es gibt auch die Lösung, das über eine kantonale Informatikplattform die
Daten zunächst beim Kanton abgelegt werden; dieser mappt die Daten dann
zum Bund.
* Bundespersonenregister:
- ZAS
- Infostar
- ZEMIS
- ORDIPRO
- VAR
* Kanton Zürich: SiDAP (Sichere Daten-Austausch-Plattform)
* CRM: Citizen Relationsship Management
* Fa. NEST
- Wesentlicher Beitrag zum Entwurf von sedex
Quellen:
* "Die ersten Daten kamen aus der Gemeinde Wallisellen"
(Schweizer Gemeinde, 2/08)
* "sedex (secure data exchange)", Vortragsfolien
(Kt. Solothurn, Daniel Stüdi)
* "Newsletter"
(Kt. Luzern, Nummer 1 / April 2008")
* "Sicherheitsaspekte der Sedex-Einführung"
(Informatikstrategieorgan Bund ISB)
* http://de.wikipedia.org/wiki/Governikus
* "Spezifikation Betrieb SEcure Data EXchange Sedex"
(BFS, Version 1.0 vom 03.04.2007)
* http://de.wikipedia.org/wiki/Public-Key-Infrastructure
Inet
Inet im Cave ist ab diesem Treff vorhanden; es handelt sich um eine VDSL-Leitung der Swisscom. Patchkabel oder zumindest WLAN-Karten sollte man allerdings dabei haben.
Teilnehmer
- Es sind an diesem Treff Adi, Andreas, Erwin, fabio, hernani, Frank, Freak, leviathan und vier Gäse (drei aus Bern) zu Gast; kurz noch jemand mehr. Permanent also an die 12 Leute.
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